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Der Purpurmais, eine außergewöhnliche Pflanze aus den Anden
Der Mais (botanisch Zea mais L.) has seinen Ursprung in Mittel- und Süamerika. In den vorcolumbianischen Zeiten bildete er zusammen mit Kartoffeln und Quinoa die Ernährungsbasis der Völker der Mayas, Azteken, Aymaras und Inkas. Heute dient der Mais immer noch als Grundnahrungsmittel in Mexiko, Kolumbien und Peru, unter anderen.
Von den heute existierenden Sorten, eine der kuriosesten ist der Purpurmais aus den Anden Bolivien und Perus. Diese Sorte ist einzigarten, indem sowohl die Körner als auch die Kolben eine intensive dunkle Farbe aufwisen. Andere Sorten dagegen zeigen eine Violettfärbung lediglich bei den Körnern.
Es gibt mehrere Untersorten des Purpurmais, die alle aus der Ursorte Kulli stammen, die schon bei Grabbeigaben und in Keramikabbildungen der vorkolumbianischen Kulturen vorgefunden worden sind. Zum Beispiel haben die Archeologen Tonobjekte der Mochica-Kultur an der Nordküste Perus gefunden, die Purpurmaiskolben darstellen und ein Alter von über 2.500 Jahre aufweisen.
In Peru wird der Purpurmais in den Tälern der andinen Flüsse angebaut, die zwischen 1.200 und mehr als 4.000 Höhe liegen und eine Fülle an mikroklimatische Variationen darstellen. Die jährliche Produktion von Purpurmais in Peru nimmt von Jahr zu Jahr zu, mit einer Rekordanbaufläche von 2.300 Hektar im Jahr 2006.